NEU !! GAP online kaufen in Deutschland
Endlich ist es so weit, GAP eröffnet das online Shopping auf dem europäischen Markt. Bisher gab es GAP Filialen nur in den USA und Großbritannien, nachdem im Jahr 2004 alle deutschen Geschäfte an den Konkurrenten H&M verkauft wurden. Online war bisher nur eine Bestellung und Lieferung in den USA möglich.
Doch jetzt hat sich der heilige Gral geöffnet. Nachdem vor einigen Monaten bereits eine eigene Shopping Seite für Kanada an den Start ging, war ich ganz überrascht zu lesen, dass auch der internationale Versand zügig folgen sollte. Mein Herz machte innerlich jippy, denn ich finde gerade die Kinderklamotten lässig und zudem schick. Aber dann tat sich trotz der Ankündigungen erst einmal nichts. Als vor wenigen Wochen dann auf der US amerikanischen Seite von GAP damit geworben wurde, dass nunmehr ein Versand in über 50 Länder möglich wäre, wollte ich natürlich sofort bestellen.
Aber April, April, jedes Teilchen, dass ich voller Vorfreude in meinen Warenkorb gelegt habe, war dann gekennzeichnet mit dem Hinweis “no international shipping”! Was für ein Reinfall. Aber ich bin ja nicht der Typ, der sich davon so leicht zurückschrecken läßt. Alle paar Wochen bin ich wieder auf der Seite gelandet, um nachzusehen, wann denn nun ein Versand nach Deutschland möglich wäre. Aber es tat sich rein gar nichts. Dann vor einigen Wochen habe ich durch Zufall in den News von GAP gelesen, dass es nunmehr eine eigene Seite für Großbritannien existiert, nämlich www.gap.eu. Also bin ich natürlich flux zu diesem Ableger gesurft, wurde aber wieder enttäuscht, denn ein Versand nach Deutschland war hier nicht möglich, man verwies auf das “international shipping” auf der amerikanischen Seite. Tolle Wurst! Ich habe innerlich vor meinem Rechner gesagt, man dass kann doch nicht so schwer sein, versendet die Klamotten für den europäischen Markt doch aus Großbritannien, die Transportwege und Versandkosten wären doch auch viel billiger! Und was soll ich sagen, gestern Abend, als ich so surfend auf der Couch saß und mal wieder nachsehen wollte, ob sich an der GAP-Front etwas verändert hat, hatte GAP offensichtlich meine Anweisungen erhört. Onlineversand nach Deutschland und Europa im Allgemeinen vom Ableger aus Großbritannien für schlappe 6 Pfund Versandkosten im Expressservice! Ich war wie vom Donner gerührt! Na da wollte ich natürlich gleich mit dem Bestellen loslegen. Aber nach einiger Sucherei bin ich kaum fündig geworden, denn zur Zeit ist noch nicht das volle Sortiment im Angebot, sondern nur ausgewählte Teile und wie ich finde nicht gerade die Highlights. Das hat meine Euphorie dann etwas “heruntergebracht”
Und bevor ich es vergesse, bei Banana Republic kann ab jetzt auch online bestellt werden, gleiche Seite, gleiche Versandkosten. Aber hier gib´s nur Sachen für die Großen.
Alles in allem, der Anfang ist gemacht, es kann nur noch besser werden. Jetzt warte ich erst einmal, wann meine Bestellung eintrifft! Ich bin gespannt! Hurra!
UPDATE: Meine Bestellung erfolgte am 04.11.2010 um 23:18 Uhr und heute am Montag dem 08.11.2010 waren die Sachen schon da! Grandios!
Fazit: Wurde langsam Zeit!
Kinderklamotten für den Winter – Teil I
Jetzt wo die Temperaturen sinken, ist es wichtig, sich kuschelig anzuziehen. Gerade Kinder, die draußen toben, sollten es da und warm haben. Beginnen will ich deshalb mit der ersten Bekleidungsschicht. Ich kann hier uneingeschränkt die Sachen von Icebreaker empfehlen. Hierbei handelt es sich um Funktionswäsche aus Merinowolle, die nicht kratzt, sondern sehr kuschelig und dennoch leicht ist. Beim Oasis Kids Crewe Langarmshirt für Kinder verwendet Icebreaker eine mittelstarke Qualität, 200 g Merinowolle pro qm Stoff.
Gleiches gilt für die lange Unterhose oder Leggins.
Die Sachen eignen sich perfekt als Basisschicht für alle Aktivitäten an der frischen Luft. Die Icebreaker-Wolle stammt aus den Südalpen von Neuseeland, von den besten Merinoschafzüchtern der Welt. Die Sachen sind derart gekennzeichnet, dass man anhand einer Identifikationsnummer quasi das Schaf herausfinden kann, von dem die Wolle stammt.
Die Sachen sind unheimlich leicht und fassen sich nicht wie gewöhnliche Wolle an, zudem juckt oder kratzt nichts. Trotz der Leichtigkeit halten sie super warm. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, denn die Sachen trage ich selber, gerade beim Wandern würde ich sie nicht mehr missen wollen. Bei Temperaturen auch im einstelligen Bereich hat mich ein Langarmshirt aus Merinowolle von Icebreaker nicht frieren lassen und ich bin wahrlich eine Frostbeule! Außerdem ist Merinowolle geruchsabweisend und atmungsaktiv. Sollten die guten Stücke doch einmal nass werden, wärmen sie trotzdem noch besser als etwa Baumwolle. Zudem sehen die Shirts nicht aus wie Unterwäsche und man kann sie jederzeit als “Oberwäsche” tragen. Hinsichtlich der Waschbarkeit gibt es kaum Bedenken, bei 40 Grad werden die Sachen unproblematisch sauber. Aus Versehen hat sich bei mir sogar ein Teilchen in den Trockner verirrt, aber auch das hat nicht geschadet. Es ist weder eingelaufen, noch verfilzt. Kaufen kann man die Sachen zum Beispiel bei Bergzeit. Dort gibt es noch einige andere Stücke der Firma Icebreaker, auch für die Großen, denn wenn man sich schon stundenlang an den Spielplatz stellt, dann sollte man als Mama auch nicht mit den Zähnen klappern müssen.
Apps für kleine Kinder
Ich hatte ja schon einmal über ein App berichtet. Nun hat auch mein Sohn das iPad für sich entdeckt und es qausi anektiert. Und da mußten nun kindgerechte Apps her, die nicht nur altersgerecht sind, sondern auch einen Sinn haben.
Die Lieblings-App meines Sohnes ist “Sound Touch” eine Anwendung für 2,39 Euro, die Kindern ab 1 Jahr Tiere, Instumente, Fahrzeuge und den Haushalt inklusive der jeweiligen Geräusche näher bringt.
Die App ist unterteilt in 6 Kategorien – Haustiere, Wildtiere, Vögel, Fahrzeuge, Instumente, Haushalt, jede Kategorie enthält 12 Begriffe, die als Cartoon dargestellt sind.
Nach Antippen eines Begriffs öffnet sich ein dazugehöriges Foto und der passende Sound ist zu hören. Bei nochmaligem Berühren des Bildschirmes gelangt man wieder zu der jeweiligen Kategorie. Die einzelnen Begriffe enthalten zudem nicht nur ein passendes Bild bzw. einen Sound, sondern 5, sodass es dem Kind nicht langweilig wird.
So haben wir schon so manche lästige Warterei überstanden ohne das Langeweile aufkam. Auch beim Trocken werden hat diese App sehr geholfen, denn so ist mein Sohn freiwillig auf seinem Töpfchen sitzen geblieben, bis “alles erledigt” war.
Super finde ich auch das App AniMatch, ein Memory, dass nicht nur über die Bilder lebt, sondern auch über die Tierlaute.
Es gibt eine Vielzahl von Tieren, die man in den Spiel entdecken kann. Mit kanpp 2 Jahren kann mein Kleiner sich schon merken, wo die Tierbilder versteckt sind, da er die Bilder nicht nur sieht, sondern auch die jeweiligen Tierstimmen erhört. Auch wenn er nicht immer die Geduld aufbringt ein ganzes Spiel zu beenden, so findet er doch recht viele “Pärchen”.
Ein “normales” Memory läßt ihn dagegen noch kalt.
Als dritte App möchte ich Kids Puzzle vorstellen eine Anwendung die dem Holzsteckspiel nachempfunden ist.
Anhand der Siluette muss Kind erkennen, wo das jeweilige Tier hingehört. Wenn man durch berühren und hinschieben die richtige Position des Tieres gefunden hat, gibt es einen kräftigen Applaus.
Mein Sohn hat auch derartige “reale” Spiele, die er auch gerne und mit Begeisterung spielt. Diese Form dient lediglich dem Zeitvertreib unterwegs uns hat insoweit kein “mehr” als der Pate aus echtem Holz.
Mit Domian durchs Fjäll
Da ich mir als Mama gelegentlich die Frage stelle, ob der tägliche Kampf mit dem Alltag schon alle Herausforderungen meines Lebens sind, setze ich mir in diesen Momenten mitunter sehr eigenartige und verrückte Ziele. Dieses Jahr sollte es eine Wanderung durch das nordschwedische Fjäll werden. Wenn andere also ruhig und entspannt am Meer liegen, wollte ich mit Sack und Pack nördlich des Polarkreises in möglichst kurzer Zeit einen Marsch von ca. 110 km von Nikkaluokta nach Abisko absolvieren. Klingt idiotisch und ist es auch!
Auch wenn man es nicht glauben mag, es gibt einige so verrückter Menschen und deshalb habe ich mich meiner Herausforderung im Rahmen der “Fjällräven Classics” gestellt. Mein Mann und ein befreundetes Paar waren auch dabei. Diesen Wettbewerb kann man sich ungefähr so vorstellen: ca 2000 Menschen, gehen oder rennen mit Sack und Pack (Zelt, Schlafsack, Essen, Kocher ect.) auf dem Rücken durch die schwedische Wildnis, um sich hier und da einen Stempel in ein Büchlein geben zu lassen, wer als erster ankommt gewinnt, gestaffelt nach der benötigten Zeit erhält der Rest Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen. Wer länger als 5 Tage für den Marsch benötigt, muss allein feiern, denn alle anderen sind schon abgereist! Um die Schwierigkeit ein wenig zu steigern, schlendert man nicht auf einem gut ausgebauten Wanderweg durch die Wallachei, sondern es handelt sich eher um eine Art Steineklettern.
Entscheidendes Kriterium für jeden, der so etwas auch tun möchte ist die Ausrüstung. In den letzten Jahren hat sich der reichlich übersättigte Markt an Outdoorausrüstungen ein neues Lieblingskind gesucht. Das Stichwort lautet ultraleicht. Und da meine Ausrüstung aus der Ära davor stammt, mußten einige neue und vor allem leichte Teile her. Hierzu werde ich einen eigenen Artikel verfassen! Alles in allem kann nicht nur raten derartige Wanderung möglichst asketisch zu absolvieren, denn eine derartige Wanderung mit 20 kg auf dem Rücken ist nicht gerade spaßig. Mit meinen 6-8 kg war das alles im Rahmen.
Als der Tag “X” gekommen war, hieß es nur noch den Sohnemann bei den Großeltern in Südschweden verstauen und dann ging es die restlichen 2400 km gen Norden nur noch zu zweit! Unterwegs gab es diesmal tatsächlich frei lebende Elche zu sehen, die sind eigentlich recht scheu und selten, im Gegensatz zu Rentieren, die gibt es dort oben wie hierzulande Spatzen.
Mein auserkorenes Ziel lautete 4 Tage. Und da ich kein Hochleistungssportler bin, dauert so ein Wandertag bis man sein Etappenziel erreicht hat auch von morgens bis zum Abend. Und da ich zudem ein großer Domian-Fan bin, habe ich mir spontan jede Menge Folgen seiner nächtlichen Sendung auf mein iPhone geladen und wollte so frohen Mutes kurzweilige Abwechslung und Unterhaltung auf meinem Weg genießen. So weit die Theorie.
Nachdem ich dann so eine kleine Weile gelaufen bin, wollte ich auch die unbeschreibliche Landschaft genießen, was sich jedoch als ein wenig schwierig herausstellte, denn um nicht auf das Schnäutzchen zu fallen, musste man stehen bleiben und das verhindert natürlich ein zügiges Ankommen am Ziel. Und trödeln war bei diesem Wettbewerb wirklich nicht drin!
Dennoch verleitet einen die grandiose Natur häufiger als geplant inne zu halten, um alles in sich aufzunehmen. Auch die schmerzenden Füße begrüßen jede Pause. Zudem war das Wetter bombastisch, die Sonne schien und es war fast zu warm zum Wandern. Diese Wärme führt leider in diesen Gegenden dazu, dass einem unheimlich viel Luftgetier besucht und gelegentlich bleibenden Eindruck hinterläßt. Aber wer mit einem kleinen Kind fertig wird, den juckt so was auch kaum (im wahrsten Sinne des Wortes).
Die Wanderung an sich ist wohl vom Streckenprofil nicht sonderlich anspruchsvoll, es geht zwar immer mal wieder berauf und bergab, aber im wesentlichen verläuft der Kungsleden (Königsweg) so sein Name in den Tälern, entlang mehrerer Berge. Zwischen drin gibt es einige Stugas an denen man vorbeikommt und romantisch idyllisch einige Snacks zu sich nehmen kann.
Die ersten km waren eigentlich ganz easy, und nachdem ich mich ein wenig eingelaufen hatte, wollte ich nun meine verpassten Domian Sendungen hören. Leider erwiesen sich die Theme wie “Ein Leben ohne Sex” oder “Ich habe aufgegeben!” oder manch andere Sendung ohne Titel, dafür mit jeder Menge schwerwiegender menschlicher Probleme als wahrer Betonklotz an meinem Bein. Ich mag diese Sendung eigentlich sehr gerne, aber in den Phasen, in denen ich ein wenig Tschakka Tschakka gebraut hätte, haben mir die vielen traurigen Schilderungen regelrecht zugesetzt und mich fragen lassen: Wo sind denn die ganzen glücklichen und positiv eingestellten Menschen auf dieser Welt? Sobald ich mein iPhone ausgeschaltet hatte, ging es mir mental besser und nicht konnte wieder leichtfüßiger dem Ziel entgegeneilen. Ich hätte nie gedacht, wie wichtig mentale Stärke zum erreichen meines Etappenzieles ist. Gegen Abend, wenn endlich, endlich das Zwischenziel erreicht war und mein lieber Mann vorauseilend schon das Zelt aufgebaut hatte und mein Essen bereitet war, habe ich mich vor Erschöpfung nur noch in meinen Schlafsack gerollt und bin eingeschlafen.
Die größte Herausforderungauf dieser Wanderung war für mich die Überquerung des Tjäktapasses. Dieser Pass war von Anfang an mein großer Angstgegner, quasi meine Rupalwand, die höchste Steilwand der Welt. Doch als wir den Tjäkjapass erklommen hatten, stelle er sich als gar nicht so unbezwingbar dar.
Je kleiner die Zahl an km bis zum Ziel wurde, desto sicherer wurde ich, dass ich es schaffen werde. Die letzten 15 km waren sicher noch einmal recht anstrengend, weil sie einfach kein Ende nehmen wollten. Doch letztendlich haben wir es geschafft in vier Tagen und zwei Stunden. Der Zieleinlauf war gigantisch, alle haben einen gefeiert und zugejubelt, ein absolutes Hochgefühl!
Für mich war diese kleine Tour eine tolle Bestätigung und der Beweis, dass man sich seinen Herausforderungen stellen kann. Zu guter Letzt, wer mehr als meinen subjektiven Eindruck über die Wanderung erfahren möchte, dem empfehle ich die Schilderungen auf der Cathohi Seite!
Fazit: Ein tolles Abenteuer, aber Domian bleibt das nächste Mal zu Hause!
Apps – einige tolle Spielereien
Als ich gestern so auf der Couch mit meinem neuen Ipad saß, habe ich nach einer App gesucht, mit der ich Fotos für diese Seite hochladen kann. Selbiges habe ich zwar nicht gefunden, was jedoch nicht bedeutet, dass es in dem Ozean an sinnfreien und sinnvollen Apps nicht ein derartiges Programm gäbe. Aber ich bin auf etwas anderes gestoßen, das App nennt sich “Color Splash”, ein kinderleicht zu bedienenden Bildbearbeitungsprogramm, mit dem man Bildbereiche farblich hervorheben kann. Ein Einführungsvideo zeigt dem Anwender alle Möglichkeiten der Bedienung, so dass man innerhalb von zwei Minuten, dass App im Griff hat. Meine ersten Versuche sind auch gar nicht so schlecht, wie ich finde.
Sicher ist das Originalbild ohne Bearbeitung besser, aber es sollte ja auch nur zeigen, was machbar ist.
Wie in den Kommentaren zu diesem App zu lesen war, besteht hinsichtlich der Anwendung “Suchtgefahr” und ich muss sagen, es macht super viel Spaß, man muss ja auch nur über die zu färbenden Bildbereiche streichen und schon verändert sich die Farbe wie von Zauberhand. Bei filigranen Bildbereichen muss man sich schon etwas Mühe geben, aber es funktioniert dennoch alles sehr einfach.
Fazit: Einfach super!
Schlammschlacht
Vor einiger Zeit bin ich beim Internetfernsehen “Ehrensenf” auf ein Produkt namens Gelli Baff gestoßen. Es handelt sich hierbei um Gelatine-Glibber für die Badewanne, in vier lustigen Farben.
Da ich zu dieser Zeit leider noch kein Kind hatte, habe ich dieses wundervolle Matschprodukt meiner Schwester und lieben Freunden für deren Kinder geschenkt. Leider erwiesen sich die Beschenkten allesamt als Hasenfüsse und haben mein Geschenk, dass Kinderherzen höher schlagen lässt, ganz hinten in irgendeinem Regal versauern bzw. verstauben lassen.
Aber nun, da ich endlich ein Kind und damit eine Ausrede für jede Menge Unsinnigkeiten habe, konnte “unser Sohn” dieses Produkt, dass die Welt in jedem Falle bereichert, testen.
Aber da ich auch ein klein wenig pragmatisch bin und ich eine mittelschwere Säuerei erwartet habe, wurde der Test von der Badewanne in den Garten verlegt. Außerdem war dort der Aktionsradius für eine gepflegte Glibberschlacht bedeutend größer. Gesagt, getan. Wir haben den Gelatineglibber mit 40 l warmem Wasser hergestellt, einfach einrühren und eine Minute warten, schon entsteht ein wunderschöner, in diesem Falle blauer Glibber.
Nachdem unser kleiner Sproß erst ein wenig skeptsich war, was seine Eltern denn da schon wieder mit ihm anstellen, fand er den warmen glibberigen Matsch aber doch recht schnell angenehm und die Glibberschlacht konnte losgehen.
Es hat und allen irrsinnig viel Spaß gemacht und 40 l Glibber sind doch mehr als man denkt. Wir waren alle von ober bis unten eingeferkelt!
Als besondere Eigenschaft erwies sich die enorme “Gleitfähigkeit” des Produktes, die Kinderrutsche mutierte zu einer wahren Speedbahn. Selbst der Rasen vor der Rutsche, der durch unsere Glibberschlacht einiges abbekommen hatte, war derart rutschig, dass man das Rutschvergnügen um einige Meter steigern konnte.
Der Hersteller dieses Wunderglibbers hat netterweise auch gleich ein Gegenmittel mitgeliefert, den Glibberkiller, der soll die ganze Matsche wieder in Wasser verwandeln, rein theoretisch, in der Wanne, aus der natürlich kein Fitzelchen dieser Masse beim Spielen entwichen ist. Die Praxis gestaltete sich ein wenig anders, wir haben den Glibberkiller zwar auf den Rasen gesteut, der auch nach dem Aufbringen dieses Pulvers nicht spontan in eine andere Lebensform mutierte, doch der Glibber fühlte sich eher gekillert als gekillt. Auch eine ordentliche Portion Wasser bewirkte nur, dass die Farbe des Glibbers verblasste, aber die Substanz an sich nicht beeinträchtigte.
Jetzt, einige Wochen später ist der Rasen wieder ohne die Gefahr des Ausrutschens zu betreten. Vielleicht hat der Hersteller aus diesem Grund den Warnhinweis auf die Pakung gedruckt, dass Jelly Baff nicht im Garten zu verwenden ist!
Spaß gemacht hat es dennoch!
Fazit: Tolle Matscherei für Groß und Klein!
Erdbeerzeit – schöne Zeit
Das Bild in meiner Kopfzeile, steht für alles Wesentliche in meinem Leben, der Kinderwagen für die Betreuung meines Sohnes, der Laptop für meine Arbeit und der Leidenschaft im Internet zu stöbern, das Herz für die Liebe zu Mann, Familie und Freunden, der heiße Kaffee, für meinen Wunsch, den Tag in Ruhe zu starten und entspannt einen Kaffe zu trinken (was in der Regel ein Wunsch bleibt), das Haus steht für meine Verpflichtungen als Managerin des Haushalts und der Blumentopf für meine weitere Leidenschaft, den Garten.
Ich habe eigentlich schon in fühester Kindheit gefallen am Gärtnern gefunden. Bereits mit 7-8 Jahren habe ich ein eigenes Beet im Garten meiner Eltern bewirtschaftet und Blumen und Gemüse angebaut. Ich weiß noch, dass der erste Gang nach der Schule mich immer zu meinem Beet geführt hat. Quasi ein Ritual. Auch gab es an unserer Schule Unterricht im Schulgarten, da haben wir so elementare Fähigkeiten wie “Hacken im Kranichzug” gelernt. Dank meiner Schwester dauerte mein Gemüsebeet-Experiment aber nicht so sehr lange, da sie mir immer meine leckeren Erbsen weggefuttert hat. Es schien, als ob sie der erste Weg aus der Schule auch zu meinem Beet geführt hat
Auch meine Ma hat sicher eine winzige Erleichterung verspürt, da ich nur Blumen angepflanzt habe, die sich rasent schnell vermehrt haben, und die sie noch Jahre danach bekämpfen musste
Sicher habe ich meine Leidenschaft zum Gärtnern auch von meinen Eltern und Großeltern übernommen, die ebenso viel und gerne im Garten herumwerkelten. Noch heute, wenn ich zu Besuch bei meinen Eltern bin, streife ich mindestens einmal am Tag mit meiner Ma durch den Garten und wir quatschen und schauen, was sich so verändert hat. Denn mit dem Garten meiner Kinheit hat die heutige grüne Oase meiner Eltern wenig gemein.
So und nun habe ich selbst einen nicht unbedingt kleinen Garten, den ich allein hege und pflege. Für mich ist das jedoch meist keine anstrengende Arbeit, denn ich kann in vielen Fällen richtig entspannen und bin immer wieder begeistert, wenn die eine oder andere Ecke wieder hergerichtet ist. Klar würde ich Gärtnern in Gesellschaft vorziehen, aber mitunter genügt es mir, wenn mein Lebensbewältigungsassistent mir den Kleinen abnimmt und ich nach Herzenslust Büsche und Bäume beschneiden, Blumen pflanzen oder Rasen mähen kann. Mein Mann findet derartige Tätigkeiten in der Regel völlig überflüssig, wenn nicht gar nutzlos. Selbst zu einem Rundgang durch unsere grüne Oase muss ich ihn ständig bitten oder überzeugen. Das ist die einzige Front, an der meine Fähigkeiten zur sanften Überzeugung bisher gescheitert sind.
Gottlob besuchen mich meine Eltern gelegtenlich und dann sind wir meist zu dritt in Aktion. Doch meine Leidenschaft hat auch Grenzen. Ich bin eher für den praktischen Garten zu haben, der keine Vollzeitbetreuung erfordert, sondern ein stetiges aber entspanntes Umsorgen. Aus diesem Grunde habe ich auch keinen Nutzgarten, mit Obst und Gemüse, sondern einen reinen Entspannungs- oder Ziergarten. Doch gerade im Sommer finde ich es schön, wenn man bei einem Rundgang auch die eine oder andere Nascherei finden würde. Gerade Erdbeeren oder anderes Obst finde ich super, aber irgendwie habe ich bisher keine Ecke gefunden, die ich für diese Zwecke umnutzen könnte. Also da bleibt nur raus auf Erdbeerfeld. Mit meinem Sohn macht das sehr viel Spaß und eine Mahlzeit ist danach nicht mehr nötig.
Auch weiß er schon, dass man nicht auf die Pflanzen treten darf, sondern zwischen den Reihen auf dem ausgelegten Stroh laufen muss. Das macht es auch für micht recht entspannt und nach kurzer Zeit hat man eine große Schüssel gepflückt. Also ich kann derartige Ausflüge nur empfehlen, aber danach muss der kleine Windelpupser komplett in die Wäsche. Oder man bevorzugt sie Nackt-Essen-Variante, dann reicht auch ein Eimer Wasser. Man beachte aber den kritischen Blick!
Lieblingsklamotten
So, jede Mama weiß, wie impertinent wichtig das Styling der Kleinen ist. Und dies hat im Wesentlichen drei Gründe.
Jede Mutter weiß sowieso, dass ihr Kind das entzückendste Wesen dieses Planeten ist. Punkt eins für unsere Hormone. Aber wenn dann die lieben Kleinen auch noch niedlich gekleidet werden, dann sprudelt das Herz einer Mama nur so vor Liebe über! Zwei zu Null für unsere Hormone! So nun genug vom Zuckerguss, wenn mein Sohn lesen könnte, würde es spätestens jetzt Drei zu Null stehen!
Meine bisherigen Erfahrungen haben mir einen weiteren recht praktischen Vorteil angemessener Kleidung für meinen Sohnemann gezeigt. Ein süss angezogenes Kind lenkt unheimlich von den weiterhin anwesenden Begleitpersonen (sprich mir) ab. Da kann man als Mama mit Fleck auf der Bluse erscheinen oder einen Bad-Hair-Day haben, scheiss drauf, wenn dein Kind adrett angezogen ist, wird es keinem der Anwesenden auffallen. Männer achten auf so was eh nicht so genau und alle übrigen kritischen Frauen, ob Mutter oder nicht, verfallen kollektiv in ein “Ach wie niedlich!”. Die einzige Schwierigkeit, die ich bisher hatte, war meinen Sohn bis zum Zusammentreffen mit anderen Menschen so weit sauber zu halten, dass oben beschriebene Verzückung noch eintreten konnte. Wenn Kind nämlich schon “fleckig dreckig” erscheint, dann dreht sich der Spieß um, sprich man wird als Mutter von Frau zu Frau ganz genau abgecheckt. Und da schlägt jeder kleine Klecks auf dem Hemd gleich doppelt zu Buche.
Aus diesem Grunde kann ich nur den Tipp meiner erfahreneren Mama-Schwester zum besten geben. Auf meine Frage nach ihren Wünschen zu Weihnachten, antwortete sie mir einmal: Schenk mir was zum Anziehen, Hauptsache es ist schön bunt! Nun meine Schwester ist eher keine Person, die ich stilistisch in die Kategorie Clouwn einordnen würde, weshalb sie meinen verdatterten und zugleich fragenden Blick auch gleich bemerkte. Doch aus heutiger Sicht kann ich ihre Antwort sehr gut verstehen. Denn mehrmals am Tag kann ich nicht nur meinen kleinen Sohn umziehen, sondern auch mich selbst. Denn seine kleinen Händchen, die stets und ständig schmutzig sind, werden zu gern an Mamas Hose abgewischt. Auch wenn gefühlte hundert mal am Tag ein “Aua” passiert und der kleine Schmutzfink getröstet werden will, kann man nicht sagen: Moment, wir waschen dich jetzt erst einmal. So und gerade, wenn man mal unterwegs ist und sich nicht umziehen kann, hat man auch schon das Eis, den Keks, das Würstchen oder was zu Trinken auf dem Pullover. Da hilft ein buntes Oberteil, oder eines dieser Kotztierchen zu bestellen bei design3000.
Das letzte Argument trifft auch den Punkt, warum sich Frauen gerne Schuhe oder Handtaschen kaufen. Mama kann sich ungestört dem Kaufrausch hingeben und es passt alles! Kein Frust, weil man sich nicht in Größe 38 reinquetschen kann, auch wenn man noch so zieht und schiebt, da wegen der Schwangerschaft und einiger anderen Sünden noch das eine oder andere Kilo mehr da ist und gewisse Röllchen an Bauch, Beinen und Po jedes Shoppingvergnügen wie Wassereis in der gleißenden Sonne dahinschmelzen lassen. Bei Schuhen und bei Kinderklamotten sind diese eigenen Unzulänglichkeiten völlig irrelevant. Und da mein Sohn auch noch recht klein ist, bereitet mir Shopping für ihn noch mehr Vergnügen, denn es spielt überhaupt keine Rolle, was er schön findet. Er beugt sich ohne “Mullen und Knullen” meinem Modediktat. Der Himmel auf Erden. Zu allem Überfluss gibt es auch kleine Diskussionen, ob denn das 37. Shirt wirklich hätte sein müssen. Gott sei Dank wachsen die Kleinen auch so schnell, dass man nach beendeter Shoppingrunde gleich wieder von vorn beginnen kann. Ein innerliches Halleluja.
Leider gibt es bei mir doch einige Haare in der Suppe, die das Vergnügen shoppen zu gehen ein klitzekleines bischen trüben, zum einen habe ich Schuhgröße 34, was selbst Schuhe kaufen zu keinem Vergnügen machen läßt, zum anderen hasse ich es in die Stadt zu fahren und Klamotten für den Zwerg zu kaufen. Es ist mir ein Greul mich durch die engen Gänge bei H&M zu quetschen und den kleinen Mann quengelnd im Kinderwagen sitzen zu lassen oder ihm hinterher zu flitzen und ständig zu suchen, mit der Angst im Nacken er könnte verloren gehen. Da bleibt nur eine Alternative: Onlineshopping. Was haben unsere Eltern nur ohne dieses Mehr an Lebensqualität gemacht? Ich mag mir das gar nicht ausmalen.
So aber wo bekommt man nun die besten Kinderklamotten ohne vor die Tür gehen zu müssen? Als erstes kann ich nur den Klassiker Ebay empfehlen. Ich mag am Liebsten Klamottenpakete, man braucht eh jede Menge zum Wechseln und jedes Mal nur eine Hose oder ein Shirt zu ersteigern, ist auf die Dauer auch anstrengend. Zudem kaufe ich gern in bei Ebay.co.uk, also in Großbritannien. Hier sind Klamotten von Gap meine Favoriten, da der Onlineshop nicht nach Deutschland liefert. ;(
Zu meinen weiteren Lieblingsmarken gehören die amerikanischen Label Gymboree
und Crazy8.
Gerade in Zeiten des günstigen Dollarkurses kann man hier trotz Versandkosten ab 20 $ (abhängig vom Warenwert) einige Schnäppchen machen. Doch man sollte bedenken, dass nur bei einem Warenwert von bis zu 22 Euro keine weiteren Kosten auf einen zukommen. Bei einem Warenwert (ohne Versandkosten) bis zu 150 Euro fällt lediglich die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an, darüber hinaus noch eine Zollgebühr. Diese ist warenabhängig und beträgt bei Klamotten 12 %, bei Schuhen zwischen 8 und 17 %. Nähere Angaben finden sich auf der Internetseite des Zolls. Auch sollte man bedenken, dass die Lieferung ca. 10-15 Werktage dauern kann, je nachdem wie schnell die Zollabfertigung dauert.Gerade bei diesen Labels gefällt mir besonders, dass die Kollektionen ganze Outfits beinhalten, nicht nur Hose und Shirt, sondern auch passende Mützen, Schuhe und Socken. Zudem geben die Seiten Vorschläge, wie man was kombinieren kann. Denn welche Mama kennt das nicht, dass man zwar einen passenden Pullover zur Hose findet, aber spätestens bei den Socken nur Farben hat, die sich gerade mit dem Outfit beißen. Auch kann man zwei oder drei passende Shirts in unterschiedlichen Looks kaufen und hat so immer wieder eine neue Kombination.
Zudem mag ich das britische Label Next. Seit ungefähr einem Jahr gibt es auch eine deutsche Filiale in Dresden, so dass die Lieferung nach ca. 5 Werktagen in der Regel da ist, zum anderen fallen nur noch Versandkosten in Höhe von 5 Euro an. Leider haben die Macher der Seite einen blöden Aufbau gewählt, der nicht gleich erkennen läßt, welche Kombis am besten zueinander passen.
Als letztes meiner Trendlabel kann ich nur Polarn O. Pyret empfehlen. Die schwedische Marke fertigt Funktionskleidung für Kinder an, wie ich sie auf dem deutschen Markt bisher nur für Erwachsene gesehen habe.
Als hervorragend haben sich die Fleeceklamotten gezeigt, die absolut winddicht und sehr gut wasserabweisend sind.
Auch die Regensachen kann ich nur wärmstens empfehlen. Keine Gummisachen, die man hier gewöhnlich als Matschanzüge kaufen kann. Diese Sachen zeichnen sich durch eine hohe Funktionalität und besonders gute Atmungsaktivität aus. Denn gerade Kinder sollten sich beim Spielen und Toben nicht nass schwitzen.
So genug geplaudert aus meinem Nähkästchen. Wer weitere Bezugsquellen toller Kindersachen hat, bitte melden!
Alles Hollywood oder was??
Neulich, nachdem mein Kind endlich seine süßen Äuglein zur nächtlichen Ruhe geschlossen hatte, stieß ich in den leicht verdaulichen Printmedien im Internet auf einen neuen Trend, der sich bei den Reichen und Schönen jenseits des grossen Wasser breit macht – Babywindeln in Jeansoptik! Na das hatte mein Interesse geweckt und kurze Zeit später konnte ich auf youtube auch schon den dazugehörigen Werbespot besichtigen
Na, und da mein süsser Fratz in punkto Windelverhalten mit ganz Hollywood locker mithalten kann, mussten es natürlich diese Windeln sein. Meinem geliebten Gatten, der bei meinem Ansinnen und den nicht ganz unerheblichen Kosten von kanpp 40 Euro für 20 Windeln (fast nur Porto) die Stirn kräuselte, hab´ ich natürlich die unbedingte Notwendigkeit dieser Anschaffung mit diesem meinem Bericht erklärt: So Schatz, jetzt hab´ich ne Seite, wenn die “trendy” sein soll, dann müssen Berichte am Puls der Zeit her! Ich war gerade zu gezwungen, bei ebay diese neuen Huggies “Little Movers” in Jeansoptik zu erwerben. Na ja, die Stirn meines Mannes entspannte sich nur mäßig.
Aber den Versuch war es wert!
Also am Samstag, wir saßen gerade beim Frühstück, da trafen diese Luxus-Kacka-Auffänger bei uns ein. Meine Freude beim Öffnen des Päckchens war dann aber doch etwas getrübt, denn ich hatte sie mir etwas schicker vorgestellt, ein wenig mehr an Jeanshaptik eben. Aber da die Windeln in den USA nicht mehr kosten als die gewöhnlichen weißen Windeln, wäre dass wohl auch etwas viel verlangt. Aber meine ersten Bedenken wegwischend, habe ich meinen Windelpupser zu einem Intensivtest motiviert. Er fand die Windeln dann auch reichlich spannend, insbesondere die aufgedruckten Taschen und das Jeanslabel. Das Anziehen funktionierte wie jede andere Windel auch, die vorderen Verschlüsse sind recht stabil und groß, da drückt und klemmt nichts.
Zum Glück spielte auch das Wetter mit und so konnte der kleine Mann gleich nur mit DER Windel und meinen Schuhen bekleidet durch den Garten flitzen. Und da war er dann wieder, dieser Moment den jede Mama kennt, wenn das Herz zu Wachs wird, weil der Nachwuchs ohne irgendwas besonderes zu tun, einfach bezaubernd und hinreißend aussieht. Na dafür hat sich die Investition allemal gelohnt!
Mein Fazit: Cooler Gag, der auf den zweiten Blick noch gewinnt!
MY JOOLZ
Bereits bevor so ein kleines Menschlein auf die Welt kommt, drängen sich den werdenden Eltern eine Menge gewichtiger Fragen auf, die darauf drängen beantwortet zu werden. Neben der nicht minder einschneidenden Frage nach dem Namen des Nachwuchses (den vollständigen Namen unseres Sohnes, habe ich nach der Geburt erst an seinem Armbad gelesen – aber das ist eine andere Geschichte) drängt sich schon bald die Wahl des Kinderwagens auf. Das erste Gefährt was Kind und Mama eine ganze Weile ständig begleitet, will auch mit Bedacht ausgewählt werden.
Geht man in ein Geschäft, dass derartige Gefährte feil bietet, wird man von Funktionen, Modellen und Designs fast erschlagen. Da ich meine Reaktion in solchen Fällen kennen – nämlich Flucht ergreifen – habe ich mich an dieses Thema anders herangepirscht. Ein Screening bei Freunden ergab, dass ein Bugaboo Cameleon (www.bugaboo.com/learn/bugaboo-cameleon?id=1820) wohl äußerst schick und praktisch ist.
Auch die virtuellen Einschätzungen anderer Kinderwagenschieber ergab, dass man mit diesem Modell nicht so falsch liegen kann. Allein der Preis von knapp neunhundert Euro lies mir ein wenig die Spucke im Mund zusammenlaufen.
Mein Mann fand hingegen den damals kürzlich eingeführten Kinderwagen “Stokke Xplory” (http://www.stokke-stroller.com/de-de/) als ein unbedingtes Muss für unseren Filius.
Der Preis lag sogar noch über dem, was der von mir zunächst in Erwägung gezogene Kinderwagen gekostet hätte. Aber dieser Kinderwagen, den mein Mann mir mit: “Alle Promis haben so ein Ding!” schmackhaft machen wollte, hat ein Design, dass ein wenig an ein Mondfahrzeug erinnert. Kurz und gut, ich habe mich standhaft geweigert, dieses Gefährt durch die Gegend zu schieben. Den einzigen wirklichen und argumentativ nicht zu entkräftenden Vorteil, den dieser Wagen bietet, ist seine erhöhte Sitzposition.
Nach einiger Sucherei stieß ich dann im Internet auf einen Wagen der Firma Joolz, ebenfalls mit erhöhter Sitzposition und einem unaufdringlich elegantem Design, in den ich micht sofort verliebte und mein Mann konnte “damit leben”. Leider war der nächste Händler in Berlin (www.kikala.de) gut 300 km entfernt. Aber wir sind kurz entschlossen hingefahren und haben uns den Wagen angesehen und sofort gekauft. Zudem war er mit knapp 800 Euro billiger als die beiden anderen Wagen, die in die engere Wahl gekommen sind.
Und nun nach knapp 1,5 Jahren intensiver Nutzung kann ich nur betonen, dass es die richtige Entscheidung war. Hervorzuheben ist zunächst der sehr stabile Alurahmen, bei dem auch kleine Kratzer und Schrammen kaum auffallen. Das aktuelle Modell Joolz Day wird in den Gestellfarben silber und schwarz angeboten, ich denke aber, dass der schwarze Wagen kleine Kratzer nicht so gut verzeiht.
Die Räder lassen sich beim Zusammenklappen des Gestells alle mit einem Handgriff entfernen was natürlich platzsparend ist.
Bei Verwendung der Babywanne muss diese beim Zusammenklappen demontiert werden, der Buggysitz kann bleiben wo er ist. Einziges Manko, man braucht ein wenig Fingerspitzengefühl für diese Prozedur, der Wagen sträubt sich gelegentlich. Ein etwas leichtgängigeres Handling wäre sehr schön!
Der Wagen hat zwei große Reifen hinten und zwei kleinere vorne. Die forderen Reifen lassen sich mit einem Klick feststellen oder wieder lösen, was den Wagen auf geradem Untergrund äußerst wendig macht und bei welligem oder unebenen Untergrund die nötige Stabilität gewährleistet. Wie wichtig bewegliche Räder sind, wird Eltern erst klar, wenn man mit Kinderwagen in einem Geschäft durch die engen Gänge kurven muss, da kommt man ganz leicht an die Grenzen seiner Kräfte und Nerven.
Außerdem läßt sich die “Schiebehöhe” des Wagens bequem auf die Körpergröße anpassen, so dass er selbst für große Menschen bequem zu schieben ist.
Natürlich gibt es auch eine Feststellbremse. Bei dieser ist das Handling noch nicht optimal, da musste ich mich manchmal ein wenig verbiegen um den Wagen zu sichern, aber so wie ich gelesen habe, wurde diese Bremse beim aktuellen Modell verbessert. Ein weiterer Punkt in der Anpassung des Wagens an die Körpergröße, die Fußstützen des Buggies können der jeweiligen Größe des Kindes angepasst werden.
Der Wagen bietet eine Babywanne und im Anschluss eine Buggyschale. Besonders wichtig ist bei einem Kinderwagen auch, dass man auf das Gestell den Autositz montieren kann.
Dies ist äußerst praktisch und gerade in Kombination mit einer Easyfix-Halterung des Autositzes die beste Variante in den ersten Monaten, da der Autositz dann ratz fatz montiert und auch demontiert werden kann. Die Babywanne kann auch ohne das Fahrgestell hingestellt werden, aufgrund kleiner Noppen am Boden, kann auch nichts schmutzig oder nass werden.
Die Babywanne läßt sich nur entgegen der Fahrrichtung aufsetzen, der Buggy, kann sowohl in Welt- aber auch in Schiebepersonalguckrichtung montiert werden. Die Montage ist sehr einfach, aufsetzen, einrasten, fertig.
Die Babywanne hat wie der Buggy auch einen Sicherheitsbügel, der sich zu beiden Seiten mit einem Handgriff öffnen läßt. Der Bezug des Sicherheitsbügels als auch des Schiebegriffs sind mit einer Art stabilen Schaumstoff überzogen, was ich nicht so gut finde, da mein Sohn gerne daran knabbert und so das Material leidet.
Bei dem neuen Modell wurde Leder verwendet, was mir allein unter dem Gesichtspunkt der schädlichen Weichmacher viel besser gefällt.
Leider gibt es zu dem Thema der Schadstoffbelastung des Wagens keine Testergebnisse oder Hinweise des Herstellers. Dies wäre ein Merkmal, mit dem Joolz noch punkten könnte, auch gegenüber nahmhaften Herstellern, denn wie die Zeitschrift Ökotest Anfang 2005 bewiesen hat, befinden sich leider auch in teuren Kinderwagen immer noch gefährliche Giftstoffe.
Besonders gut gefällt mir die erhöhte Sitzposition des Buggies. Da hatte mein Mann ausnahmsweise recht
Wenn das Kind in Weltguckrichtung fährt, kann man den Wagen einfach an den Tisch schieben, dass erspart im Restaurant zum einen die Frage nach dem Kinderstuhl und zum anderen das Verstauen des Kinderwagens.
Und nun das beste überhaupt, der Buggy hat drei verstellbare Sitzpositionen, insbesondere die Liegeposition ist klasse, da mein Sohn seinen Mittagsschlaf draussen im Kinderwagen macht, ist diese nicht übliche Funktion für mich enorm wichtig. Die Einstellungen der Positionen ist eigentlich kinderleicht, man braucht nur beide Hände, die man gelegentlich nicht zur Verfügung hat.
Leider weiß ich nicht, ob unser Sohnemann noch weitere 1,5 Jahre in den Wagen passen wird, was extrem schade wäre, aber dazu kann ich im Moment noch nichts sagen, mal sehen. Mitgeliefertes Zubehör sind eine Regenhaube und eine kleine Tasche die zwischen den Rädern montiert wird. Die Größe finde ich sehr gut, weil mir Wagen, die aussehen als würde man gerade umziehen und den halben Hausrat transportieren nicht so sehr gefallen.
Darüber hinaus habe ich den passenden Fusssack gekauft, der nur im Winter bei langem Aufenthalt im Freien zu dünn ist. Die Farben, die Joolz anbietet sind eher dezent, wir haben den Wagen in silbernen Stoff, man weiß ja nie, was da noch nachkommt
Im Jahr 2009 hat Joolz unter dem Namen “ZZZ One Tailor” zu seinen üblichen Farben zusätzlich in Kooperation mit Stoffen von Designers Guild eine Vielzahl toller Bezüge für den Buggy. Leider hab ich keinen mehr ergattern können.
Im Februar 2011 soll eine neue Special Edition erscheinen, der Joolz Day Nautic, der insbesondere wasserbegeisterte Eltern ansprechen soll. Egal, schick ist das Gefährt.
Als Fazit kann ich nur sagen, rund herum ein super Wagen, der kaum Wünsche offen läßt und bei dem ich schon des öfteren angesprochen worden bin, wo ich den gekauft hätte. Auch im Familienverbund wird der Wagen insgesamt als bequem empfunden. Denn unsere Vierbeiner finden den Wagen klasse und schieben während des Mittagsschlafs unseres Sohnes jeden Tag Wache!
Von uns eine unbedingte Kaufempfehlung!